Hintergrund

Global Citizenship for all?! – Vorüberlegungen für transkulturelle Lernräume jenseits (welt-)bürgerlicher Identitätskonzepte

Auch Hochschulen stehen in der Verantwortung, zur Erreichung der von den Vereinten Nationen 2015 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 beizutragen. Dies erfordert die Vermittlung entsprechender Kenntnisse, Haltungen und Handlungskompetenzen für Global Citizenship im Rahmen des Studiums (vgl. DAAD 2017 und HRK 2017). Der Essay geht dazu der Frage nach, wie die Förderung von Global Citizenship als Beitrag zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen der Notwendigkeit eines „transkulturelle[n] Verständnis[ses] von Nachhaltigkeit“ sowie „globale[r] Gerechtigkeit“ Rechnung tragen kann (vgl. Teherani-Krönner 2012, S. 67).

Internationalisierung der Hochschulcurricula aus der Perspektive Transkultureller Bildung – Akademische Lehre nachhaltig weiter denken. In: Casper-Hehne, Hiltraud; Reiffenrath, Tanja (Hg.): Internationalisierung der Curricula an Hochschulen. Konzepte, Initiativen, Maßnahmen. Bielefeld 2017, S. 59-72.

Aus transkultureller Perspektive orientiert sich der Internationalisierungsgrad einer Hochschule daran, in welchem Maße sie es vermag, ihr Potential an sozialer und kultureller Vielfalt für innovative Lehre und Forschung als Beitrag für eine nachhaltige (welt-)gesellschaftliche Entwicklung abzurufen. Der Beitrag beschreibt am Beispiel von Seminaren zu interkulturellen Kompetenzen an der Universität Kassel, wie transkulturelles Lerndesign zur Internationalisierung der Curricula beitragen kann, reflektiert bisherige Erfahrungen und wirft schließlich neue offene Fragen auf.

Transkulturelle Bildung und Internationalisierung von Hochschulen: Von Dominanz reproduzierender Integration zu dialogischer Öffnung. In: Schriftenreihe „MitEinAnder auf dem Weg zur Hochschule als internationaler Lernort“, Nr. 3. Universität Kassel 2015.

Man kann zweifelsfrei davon ausgehen, dass auch Hochschulen immer stärker durch die soziokulturelle Diversität der (Lern)Biographien ihrer Studierenden geprägt sind. Der Beitrag versucht deshalb die akademische Praxis im Umgang mit dieser Vielfalt kritisch zu beleuchten und Wege von der Willkommenskultur zu einer- Anerkennungs- und Wertschätzungskultur aus der Perspektive Transkultureller Bildung zu skizzieren.